Tischtennisfreunde 1955 Ispringen e.V.

Geschichte der Tischtennisfreunde Ispringen 1955 e.V.

Teil 1: 1949 - 1979

 
 
 

Die Geburtsstunde

Der Sport an den grünen Platten erfreute sich schon immer großer Beliebtheit. Auch in Ispringen gab es einige Tischtennisfans, die gerne durch intensives Training sportliche Erfolge erzielt hätten. Bereits 1949 gab es im Turnverein eine Tischtennis-Unterabteilung, doch akzeptierten die Turner ihre Vereinskameraden nicht so richtig. Die Mannen der Tischtennis-Riege fühlten sich als „fünftes Rad am Wagen“.

Dieser Zustand währte aber noch bis zum Jahr 1955 bis sich zehn „mutige“ Männer von der „Vereinsmutter“ trennten und sich am 21. Juni zu den Tischtennisfreunden Ispringen zusammenschlossen. Erster Vorsitzender wurde Willi Hammel, zweiter Mann Bruno Schaier, Kassier Horst Lindemann, Schriftführer Hans Kiefer und Beisitzer Heinz Lechler, Willi Schaier und Rudi Steudle. Arnold Gräser, Karl-Heinz Lindemann und Alfred Thalhammer vervollständigten die Truppe.

 

 
 

Erste zaghafte Schritte

Die ersten Schritte des Vereins waren zaghaft. In der Bahnhofswirtschaft gegründet, musste man erst einen Spiel- und Trainingsplatz finden. Gedacht, getan - der Saal des Gründungslokals wurde zum Trainingslager umfunktioniert. Mit zwei Mannschaften nahm man an Verbandsspielen teil - recht erfolgreich.

Arnold Gräser blieb es überlassen, zwei Tischtennisplatten selbst herzustellen - Spenden halfen der finanziell noch nicht allzu starken Vereinskasse über die Runden.

Vier Jahre später gab es einen Wechsel in der Leitung des Vereins: Helmut Kunzmann übernahm die Führung. Gleichzeitig konnte man in die Kraftsporthalle umziehen - eine Erleichterung für die Sportler, denn der Saal in der Bahnhofsgaststätte war längst zu klein geworden. Jetzt konnte man an fünf Tischen spielen, was dem Verein großen Aufschwung gab. Man veranstaltete Kämpfelbachturniere, landesoffene Turniere, zu denen auch befreundete Spieler aus der damaligen DDR kamen. Pfarrer Oes hielt vor dem Turnier immer einen Waldgottesdienst ab. Die Tischtennisspieler traten zum Gegenbesuch in Tharandt bei ihren Sportkameraden in der ‚Ostzone’ an.

 

 
 
 

 
 
 
 
 
             
Die 1. Herrenmannschaft im Jahre 1959
v.l.n.r  Alfred Thalhammer, Hans Kiefer, Horst Lindemann, Rudi Steudle, Bruno Schaier, Heinz Lechler, Arnold Gräser, Helmut Kunzmann
 
 


Starke Aufwärtsentwicklung

Von 1960 bis 1966 erlebte der Verein eine starke Aufwärtsentwicklung. Die Mitgliederzahlen stiegen und ein Jugendspieler, Roland Wüst, konnte beachtliche Erfolge erzielen. So wurde er Schüler- und Jugendmeister in Nordbaden, süddeutscher Vizemeister und war Teilnehmer an den deutschen Jugendmeisterschaften. Ein anderer Spieler erregte auf seine Art Aufsehen. Karlheinz Sass, der an einen Rollstuhl gefesselt war, spielte von 1963 an in der zweiten Mannschaft. Bei der Olympiade der Behinderten 1964 in Tokyo konnte er einen Erfolg landen, auf den seine Kameraden besonders stolz waren, obwohl es nichts mit dem Tischtennis zu tun hatte. Er wurde Olympiasieger im 50m Brustschwimmen. 1966 verunglückte Sass tödlich.

Ab 1966 gab es im Verein erstmalig Mädchen und Damen. Reine Damenmannschaften waren allerdings noch ein Fremdwort. So musste der weibliche Teil der Spieler mit den männlichen eine gemischte Mannschaft bilden. Das Spiellokal, die Kraftsporthalle, wurde wieder einmal zu klein. Man konnte sich im nebenan gelegenen Kleintierzüchterheim Platz für zwei Tische ergattern.

 

 
 

Mädchen ganz vorne, Erfolge auf Kreisebene

Auf Initiative von Arnold Gräser, die Vereinsführung hatte inzwischen Rudi Steudle übernommen, gründete man 1972 die erste Mädchenmannschaft. Ein Jahr später, mit Fertigstellung der neuen Schulsporthalle, erreichte man, dass man dort einmal in der Woche trainieren konnte. Da der Verein nur sechs eigene Tische hatte, lieh man sich von Privatleuten neun weiter Tischtennistische. Kurz nach dem Einzug in die neue Halle stellte sich für den Verein ein anderes Problem: Man war die beengten Verhältnisse der Kraftsporthalle gewohnt und kam mit der ‚Weite’ der Schulturnhalle nicht zurecht.

Doch bald stellten sich die Erfolge wieder ein. Der Verein wuchs innerhalb eines Jahres von dreißig Mitglieder auf einhundertvierzehn. 1974 errang das Doppel Benz/Nikolaus einen dritten Platz in der Herren-C-Klasse. Ein Jahr später wurde das Ispringer Tischtennis Ortsturnier ins Leben gerufen. Bis heute hat die Mannschaft der Kolpingfamilie an jedem Turnier teilgenommen und das mit fast unveränderter Mannschaft. Mit 24 von 27 möglichen Turniersiegen führt sie unangefochten die Siegerliste an.

Heidi Vogt wurde 1975 zweite im Einzel bei den Kreismeisterschaften bei den Mädchen, sowie im Doppel mit der Spielerin Krause. Bei den Herren wurden Helmut Nikolaus/Jürgen Theilmann dritte im Doppel der B-Klasse sowie Helmut Nikolaus/Franz Fix dritte in der Herren-C-Klasse. Eine weitere Platzierung erreichte Helmut Nikolaus als dritter im Herren-C-Einzel. Franz Fix wurde 1976 Kreismeister im Herren-C-Einzel. 1977 belegte Daniel Strambach den ersten Platz in der Schüler Kreisrangliste der Schüler. Jürgen Theilmann und Franz Fix wurden Kreismeister im Herren-B-Doppel. Die Mädchenmannschaft konnte 1978 Meisterin in der Kreisklasse werden und in die Bezirksklasse aufsteigen, nicht zuletzt auch ein Verdienst des Damenwartes Dieter Krauß. Am 5. Dezember 1977 wurde mit Helmut Nikolaus erneut ein Spieler durch einen Autounfall aus unserer Mitte gerissen.

 

 
 

Lauftreff und Badminton Abteilung gegründet

1976 initiierte Richard Brenk die Gründung einer Unterabteilung im Verein: Im Rahmen der Aktion Trimm-Trab schloss man sich zu einem Lauf-Treff zusammen. Etwa 40 Sportler waren bei der Gründungsveranstaltung dabei. Heute hat die Lauftreff-Abteilung den ‚Trimm-Trab-Flair’ längst abgelegt, nimmt man doch mitunter weltweit an Marathon- und anderen Laufveranstaltungen teil und hat zahllose Sportabzeichen und andere Auszeichnungen erhalten.

Ein Jahr später konnte Hubert Schmidt einige Mitglieder für den Badminton-Sport begeistern, worauf die Badminton-Abteilung gegründet wurde.

 

 
 

Der Verein wird ‚offiziell’

Mit der Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht im Jahre 1977 wurde der damals schon 22-jährige Verein offiziell.

Obwohl man auf beachtliche Erfolge zurückblicken kann, bemüht sich der Verein hauptsächlich um die Unterstützung der weniger ‚ehrgeizigen’ Tischtennisanhänger. ‚Breitensport’ wird groß geschrieben. Man nimmt an örtlichen Turnieren teil und veranstaltet Ausflüge ins Ausland.

 

 
 

Die Halle wird schon wieder zu klein

Für die Zukunft wünscht man sich in Ispringen einen zweiten Trainingstag in der Halle, den bei 80 aktiven Spielern geht es auch jetzt schon wieder eng zu.

 

 

 
 
 
 
 
Ende Teil 1 (1949 - 1979)
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